Archiv für die 'Gesellschaft'-Kategorie

Apr 12 2016

Satire Debatte: Höfliche Bitte eines Rüsseltiers

Veröffentlicht von unter Gesellschaft.

(Ein politisches Gedicht in Edgar P. Kuchensuchers Manier)

Ich wollt’ ich wär’ ein Ferkel

Dann oinkt ich zu Frau Merkel:

Liebe Kanzlerin, ich bitt

Nimm diesen Brief nach Ank’ra mit

An Erdogan, den lieben Freund,

Der’s gut mit Flüchtlingsströmen meint.

Drin steht: Erdie, altes Haus

Die Satire-Sau lass ich nicht raus

Doch bitte lass auch Du sie sein:

Die Schmähkritik am deutschen Schwein.

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Apr 10 2016

DIE KLUGEN KÖPFE

Veröffentlicht von unter Denken,Gesellschaft.

Wenn zehn kluge Köpfe etwas sagen, dann gilt es im Mainstream als ausgemachte Dummheit. Wenn ein öffentlicher Dummkopf es auch sagt, dann gilt es als große Klugheit. Der öffentliche Dummkopf aber, das ist seine Aufgabe, sagt immer erst etwas Kluges nach, wenn es zu spät ist, daraus noch sinnvolle Schlussfolgerungen zu ziehen. So verwandelt der öffentliche Dummkopf noch das Klügste in eine Dummheit. (Und auch die klügsten Köpfe dieser Welt wissen nicht, wie sie dem begegnen sollten.)

*

Aber wer ist schon ein „kluger Kopf“? Niemand stellt sich hin und sagt: Leute, ich bin ein kluger Kopf. Naja, fast niemand.

Deswegen sollte man das mit den klugen Köpfen nicht allzu sehr ans Charismatische binden. Es gibt nun eben brillante Darsteller des Prinzips „kluger Kopf“. Andere, vielleicht noch klügere, zweifeln überhaupt an dem Prinzip.

Irgendwo gibt es einen Club der anonymen klugen Köpfe. Mein Name ist Heinz, und ich bin ein kluger Kopf. Schön, dass du dich so offen dazu bekannt hast. Jetzt beginnt die lange Arbeit, die Klugköpfigkeit zu überwinden. Ganz los wird man sie, wie den Alkoholismus, nie im Leben.

*

Ein kluger Kopf ist einer, der weiß was er sagt. Das ist lebenstechnisch gesehen, reichlich dumm. Er ist nicht einer, der „nicht auf andere hört“ (manche, die lieber weise als klug sein wollen, machen es so), sondern einer, der anders auf andere hört. Weder im Wettbewerb noch in der Unterwerfung.

Da sind wir bei der Autonomie; das musste ja kommen.

*

Im Club der klugen Köpfe wird hauptsächlich herumgealbert. Kindisch, sowas.

*

Kluger Kopf. Das ist so wundervoll altmodisch, so weit weg, so arrogant und deplatziert. Eine Schnittmenge von Rock’n’Roll und Staubsüchtigkeit. Weiterlesen »

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Mrz 24 2016

Die Chancen einer neuen Aufklärung

Veröffentlicht von unter Denken,Gesellschaft.

Kleine Vorüberlegungen

„Bildung zerfällt in Kultur und Aufklärung“ sagt Moses Mendelssohn in seinem Aufsatz „Über die Frage: was ist aufklären?“ aus dem Jahr 1784. Umgekehrt könnte man wohl sagen, dass sich Bildung nur aus Kultur und Aufklärung zusammensetzen lässt. Bildung ohne Aufklärung zerfällt in Mythos und Ideologie.

Moses Mendelssohn fügt hinzu: „Bildung, Kultur und Aufklärung sind Modifikationen des geselligen Lebens.“ Dabei wird unter Kultur das Schöne und Nützliche und unter Aufklärung Theorie und Kritik verstanden. Nichts von beidem steht hoch im Kurs derzeit. „Kultur“ ist nach Mendelssohn nämlich nur „durch gesellschaftlichen Umgang, Poesie und Beredsamkeit“ zu erlangen. (Eine der Ursachen von Ent-Aufklärung ist die Entgesellschaftlichung des Lebens.)

Daraus wird ziemlich klar: Aufklärung ist keine Sache, die aus einem Kommunikationsverhältnis zwischen gar noch dazu „selbst ernannten“ Aufklärern und ihren Adressaten, gar noch einem „Volk“ entsteht. Aufklärung muss man wollen, und sie entsteht aus gemeinsamer kultureller und semantischer Praxis.

Man kann, mit anderen Worten, Aufklärung nicht „herstellen“. Selbst wenn das Wissen, das Interesse, die Medien, die Techniken und die Sprachen vorhanden sind, ist daraus keine Aufklärung zu gewinnen, wenn sie sich nicht als soziale Praxis verwirklicht.

Was wir von Aufklärung derzeit sagen können ist weder, dass sie unterdrückt, noch dass sie von anderen Sinnsystemen überlagert wird. Wir können nur sagen, dass Aufklärung nicht geschieht. Weiterlesen »

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Mrz 19 2016

Legende

Veröffentlicht von unter Gesellschaft.

Eines Tages, lang wird es her gewesen sein, da kehrte der lang abhanden gekommene Gott, nachdem er sich erfreulicheren Regionen seiner Schöpfung gewidmet hatte, wieder einmal nach Deutschland zurück. Und da fand er wieder einmal nur Hass, Missgunst und völkische Mordlust. Und das Land wieder in Trümmern. Dabei hatte Er doch gerade, wie er fand, den Deutschen ein schönes, ein reiches, ja sogar ein Land geschenkt, das zu Philosophie und Poesie anregte. Aber nein, sie hassen sich untereinander so, dass sie sich keine andere Gemeinschaft als die des Hasses vorstellen könnend. Ihr schönes Land verwandeln sie immer wieder in Schlachtfeld und Brache. Dass sie bei alledem auch noch seinen Namen missbrauchten, war Gott einigermaßen egal. Gott ist nämlich nicht so eifersüchtig, wie seine Dokumentaristen glauben. Es erzürnte ihn vielmehr die schiere Niedertracht dieser Menschen, die auf ihre Bosheit auch noch stolz waren, nur weil sie eben, weil sie in Liebe nicht vereint sein konnten oder wollten, sich in ihrer Bosheit vereint wähnten. Als wären Sünden keine Sünden mehr, nur weil man sie im Namen von Nation und Volk verübte. Ganz im Gegenteil, dachte Gott, aber er wusste natürlich, dass er dem deutschen Volk keinen solch klaren Gedanken zumuten konnte.

„Deutsche!“, donnerte Gott (er war wirklich ein wenig angefressen). „Habt ihr denn gar nichts gelernt? Wenn ich sehe, was ihr wieder getan habt, wieder und wieder, und was ihr wieder tut. Und wie ihr redet und wie ihr denkt! Ist denn mein Sohn umsonst gestorben? – Ich habe ihn noch gewarnt: Gehe nicht zu den Menschen, lass das! Weiterlesen »

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Mrz 10 2016

Die Einschläge kommen näher – „Reden Sie doch gefälligst Deutsch!“

Veröffentlicht von unter Gesellschaft.

Wenn man die Bilder der Pegida-Demonstrationen in all ihrer erlesenen Hässlichkeit sieht, möchte einem schon grauen vor der dumpfen Roheit und der durch Bier und Fernsehen gezüchteten Blödheit des „unkultivierten Pöbels“. Also sehnsuchtsvoller Rückzug in die Tempel der Hochkultur, nicht wahr. Zum Beispiel in die Kölner Philharmonie, wo der aus dem Iran stammende Cembalist Mahan Esfahani ein Steve Reich-Konzert gibt. Das verspricht einen wahren Genuss, zumal Herr Esfahani vor der Musik noch ein paar einführende Worte zu dem anbietet, was dann zu hören sein wird. Allerdings in englisch, aber wir sind hier ja unter gebildeten und gesitteten Menschen. Oder?

Aber nein. Dieses bürgerliche Publikum eines Konzerthauses lässt sich doch so viel Fremdes nicht gefallen. Man zischt und murrt und hört damit auch nicht auf, als die Musik begonnen hat. Das Konzert wird abgebrochen.

Schon zwei, drei mal in der deutschen Geschichte haben wir auf ein gehobenes, kulturell informiertes „Bildungsbürgertum“ gehofft und sind schwer enttäuscht worden. In Deutschland ist auch ein Konzertsaal kein Raum mehr für internationalen Austausch, Interesse und Anstand. Hier kommt Pegida mit Abitur. Hier greift die neue deutsche Mischung aus Verrohung und Verblödung endlich nach der fast schon vergessenen Hochkultur.

Ab morgen spielen wir wieder Wagner nur für Volksdeutsche. Nicht dass man uns noch mal irgendwelche Flüchtlinge so entartete Musik spielen lässt!

*

Europa als Idee und Utopie war ein kulturelles Projekt, und seine Verkünder reagierten, seit dem Französisch-Deutschen Krieg im 19. bis hin zu den Zeiten des „Kalten Krieges“ im 20. Jahrhundert auf die großen Krisen des Kontinents. Sie konstruierten, gegen die reale Politik und die reale Ökonomie, eine „geistige Einheit“ (sie deckte sich mehr oder weniger mit der Vorstellung vom „Abendland“). Nicht obwohl, sondern gerade weil es keine politische und ökonomische Einheit gab, konnten die Autoren von Benedetto Croce bis Romain Roland die kulturelle Utopie Europa aufrecht erhalten. Nun, da sich, wennzwar keine politische, so doch eine ökonomische Einheit auf der Tagesordnung findet, zerbricht diese kulturelle Utopie vor unseren Augen. Weiterlesen »

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Mrz 09 2016

Kleinigkeiten (45)

Veröffentlicht von unter Gesellschaft.

Unsere medialen Erzählmaschinen scheinen derzeit einem gewaltigen Irrtum aufzusitzen. Sie sind offenbar der Meinung, dass man eine halbwegs diesen Namen verdienende demokratische Zivilgesellschaft nur schützen kann, wenn man sie zugleich zu einer Konsensgesellschaft erzieht. Daher ergibt sich dieses etwas degoutante Bild von einer Presse, die alles daran setzt, eine gemeinsame Erzählung zu generieren, Abweichler rasch und heftig zu desintegrieren, und den Mainstream der Meinungen so weit als eben verträglich nach rechts zu lenken, weil es nun eben der Markt halt so will.

Einer dieser Konsenskonstruktionen lautet in etwa: Donald Trump ist ein so grotesker rechter Idiot, dass nur Hillary Clinton ihn bezwingen kann und den politischen Frieden wieder herstellen. Der linke Kandidat Bernie Sanders kann da nur als Störenfried gelten, den es kleinzuschreiben gilt. Von seinen AUSSAGEN ist in der hiesigen Presse so gut wie nichts zu lesen.

Umgekehrt wird auch ein kognitives Beschweigen vermittelt; dass seinerzeit mit der Ukraine-Berichterstattung mit ihrem leicht ins Hysterische lappendem Mainstreaming ziemlich schief gelegen ist, mag niemand hören oder lesen. Daher Schwamm drüber.

Das Mainstreaming der Flüchtlings-Erzählung freilich überschreitet im Wesentlichen bereits den Rahmen zivilgesellschaftlicher Codes. Das Aber im Ja, aber wird nicht nur lauter, es wird zum eigentlichen Inhalt. Weiterlesen »

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Mrz 07 2016

GESCHICHTEN VOM HERRN REINER UND VOM HERRN KAINER UND VOM HERRN N’BEMBÉ (33)

Veröffentlicht von unter Gesellschaft.

Wie die Daunen einer schlecht gerupften Gans fielen die späten Schneeflocken, als die Herren Reiner und N’Bembé das Wirtshaus ihres Vertrauens erreichten.

„In Zukunft“, sagte Herr Reiner, „werde ich nichts mehr auf den Wetterbericht geben“.

„Ja, ja, die Zukunft“, meinte Herr N’Bembé und nahm am von ihm bevorzugten Fenstersitz Platz, während Herr Reiner umständlich und ein wenig dramatisch Mantel und Hut zu säubern versuchte.

„Ich habe noch nie so viel von Zukunft reden hören und so wenig davon gespürt“, meinte Herr N’Bembé dann.

„Ach“, seufzte Herr Reiner, sichtlich erleichtert, nachdem die Kellnerin (die nicht „Zenzi“ genannt werden will), mit den Weißbiergläsern erschienen war. „In unserem Alter sollte man froh sein, wenn man überhaupt noch eine hat.“

„Eine was?“, fragte die Kellnerin freundlich.

„Eine Zukunft“, grinste Herr Reiner.

„Man hat immer eine Zukunft“, sagte die Kellnerin, „weil, wenn man keine Zukunft hat, dann hat man auch keine Vergangenheit, und dann ist eh’ schon alles egal.“ Weiterlesen »

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Mrz 04 2016

Unterwegs (12)

Veröffentlicht von unter Gesellschaft.

AUS DEN MEMOIREN EINES FUSSGÄNGERS

Wenn die Götter mich einst fragen werden, was ich denn auf Erden so getrieben habe, um mir ein Recht auf ein glückliches Leben zu verdienen, so werde ich antworten: Ich bin zu Fuss gegangen.

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Es gibt natürlich Städte, die ein Paradies für Fußgänger sind, und solche, die die schiere Hölle bieten. In manchen Städten, sagen wir: Madras, begegnen sich die beiden Extreme. Dort jedenfalls ist die Überquerung einer Straße ein hübsches Abenteuer. Es geht hier nicht darum, einen „Überweg“ zu finden als vielmehr darum, eine möglichst große Anzahl von Mitmenschen, die das selbe Ziel, nämlich die Überquerung dieser Straße, zu verfolgen. Sie versammeln sich so lange, bis gleichsam eine kritische Masse entstanden ist, aus der sich ein besonders mutiger Mensch löst, um die Überquerung zu wagen, in der riskanten Vermutung, die Menge werde ihm folgen und ihn auf diese Weise gegen den heranbrausenden Strom der dem Fußgänger so an Kraft und Geschwindigkeit überlegenen Fahrzeuge schützen. Es heißt nun, nicht zu weit vorn, aber auch nicht zu weit hinten zu sein, wenn die kritische Masse sich gebildet und, einer dunklen Wolke gleich, die Fußgänger sich auf die Straße ergießen. Wo dem einzelnen Fußgänger gegenüber kein Pardon gegeben wird, da zeigt man sich als Wagen- oder Zweiradlenker von der Menge doch beeindruckt; der Verkehr kommt ins Stocken, bis dann wieder die Jagd auf die Nachzügler beginnt.

Sind sowohl die Vorhut (sie besteht meistens aus jungen Männern) als auch die Nachzügler (oft ältere Damen mit schwerem Gepäck) gefährdet, so ist doch auch die Mitte einer solchen kritischen Straßenüberquerungsfußgängermasse kein sicherer Ort. So geschah es mir einmal, Weiterlesen »

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Feb 11 2016

Von der Unmöglichkeit des leichten Denkens an diesem Ort zu dieser Zeit

Veröffentlicht von unter Gesellschaft.

Schön, sehr schön wäre es gewesen, wenn auch in Deutschland sich hätte Französisches ereignen können. Mit solch poetischer Leichtigkeit zu denken wie Roland Barthes, so unabgelenkt wie Claude Lévi-Strauss, so luftig wie Gilles Deleuze. Das Leichte aber konnte nicht gelingen, weil man ja für diese Zeit oder die Ewigkeit, aber nichts dazwischen dachte. Nur Hans Blumenberg konnte einen immer wieder mit Leichtigkeit auf Pfade des Denkens locken, die nicht von den Elefanten der deutschen Geistesgeschichte breit getrampelt worden waren.

Da war und ist diese Unmöglichkeit, über etwas zu reden und von etwas anderem zu schweigen.

Jetzt geht uns die verpasste Chance einer Leichtigkeit des Denkens ab, wo wir bemerken, wie das Schwerdenken geradezu prädestiniert scheint, in Windeseile nach rechts hinüber zu schwenken, wo selbst das Leichtgewichtigste sich schwer macht.

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Ach die deutschen Medien. Die Hochburgen des Liberalismus und der kritischen Nüchternheit! Jahrzehntelang haben sie sich gegenüber jeder Kritik von links als resistent erwiesen. Ignorieren war noch die respektvollste Art damit umzugehen.

Und nun, da die Kritik von rechts kommt, Lügenpresse und so weiter, da ist man Schockschwerenot aufgeschreckt und braucht Legitimation und Verteidigung; keiner, der da irgendwas mit Medien an irgendwas Universitärem treibt, bleibt unbefragt und unaufgerufen, die freie Presse zu verteidigen.

Da sehen wir eine Sau, die sich selbst durchs Dorf jagt. Weiterlesen »

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Feb 11 2016

DEMOCRACY FIRST, oder WIE PESSIMISTISCH DARF (ODER MUSS) MAN SEIN?

Veröffentlicht von unter Gesellschaft.

Angesichts des an allen Ecken und Enden aufsprießenden Halb- und Ganzfaschismus in unserer Gesellschaft, dem Begräbnis der Hoffnungen auf ein nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch (demokratisch) und kulturell geeinigtes Europa, angesichts der hässlichen Machtkämpfe, die unsere politische Klasse ausruft, statt ihrer humanistischen und zivilisatorischen Pflicht zu folgen, angesichts einer Intelligenz, die verzweifelt oder lieber gleich zu den Halbnazis wechselt, einer von allen Seiten bedrohten, und doch tapfer sich wehrenden Zivilgesellschaft, die schon eine Minderheit im eigenen Land bildet, angesichts eines offenbar unabwendbaren „Handelsabkommens“ TTIP, das die Welt, so wie sie ist und mit allem drum und dran, den Weltkonzernen zum Fraß vorwirft und in Geheimverhandlungen die Entmachtung der parlamentarischen Demokratie, der kritischen Öffentlichkeit und der unabhängigen Justiz beschließt, angesichts der Unfähigkeit und des Unwillens wenigstens Minimalziele zur Erhaltung von Umwelt und Klima zu erreichen, angesichts aber auch der alltäglichen Erfahrung von Gleichgültigkeit, Roheit und Verblödung der Mitmenschen – wie viel Optimismus kann man sich da noch gönnen ohne diesen Gesichtsausdruck, den schon ein Kind durchschauen kann: Das glaubt der/die doch selber nicht!

Aber halt! Ist das nicht „Jammern“? Und sind, jedenfalls im richtigen Leben, nicht Menschen, die jammern schon hinreichend als lästig, langweilig und kontraproduktiv erkannt? Jammern ist die Waffe der Feiglinge. Richtig? Und weil man sich schon so schön an das „Fremdschämen“ gewöhnt hat… (Ach, wenn wir doch jedesmal einen Euro bekämen, wenn jemand „Fremdschämen“ sagt, der sich weder für sich selber noch für irgendjemand anderen noch zu schämen in der Lage ist!) Wie wäre es nun mit „Fremdjammern“?

Weil mir niemand mehr zuhören will, wenn ich über meinen eigenen Zustand jammere, dann jammere ich eben über den Zustand der Gesellschaft, des Staates, der Welt. Weiterlesen »

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