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	<title>Das Schönste an Deutschland ist die Autobahn &#187; Bayern</title>
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	<description>Das Georg-Seeßlen-Blog</description>
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		<title>GESCHICHTEN VOM HERRN REINER UND HERRN KAINER</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 08:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Seeßlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Homepage der Bavaria GmbH finden Sie alle aktuellen Werbemittel und Geschenkideen der CSU, die Sie dort auch online bestellen können.
Wir würden uns freuen, wenn Sie auch dadurch Ihr Interesse an der Politik der CSU und an der Partei zum Ausdruck bringen.
&#8220;Und, Herr Kainer, was wählen Sie?&#8221;
&#8220;Ich glaub, ich wähle die Freiheit, lieber Herr Reiner.&#8221;
&#8220;Was für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf der Homepage der Bavaria GmbH finden Sie alle aktuellen Werbemittel und Geschenkideen der CSU, die Sie dort auch online bestellen können.</strong></p>
<p><strong>Wir würden uns freuen, wenn Sie auch dadurch Ihr Interesse an der Politik der CSU und an der Partei zum Ausdruck bringen.</strong></p>
<p>&#8220;Und, Herr Kainer, was wählen Sie?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich glaub, ich wähle die Freiheit, lieber Herr Reiner.&#8221;</p>
<p>&#8220;Was für eine Freiheit wollen Sie denn wählen? Wir haben doch schon lauter Freiheiten. Und eine ist freier als die andere!&#8221;<span id="more-302"></span></p>
<p>&#8220;Ja, seltsam, nicht wahr. So viele Freiheiten, und es ist keine dabei, die man gebrauchen kann.&#8221;</p>
<p><em><strong>Was Deutschland jetzt braucht ist eine starke CSU in Berlin!</strong></em></p>
<p>&#8220;Aber doch, Herr Kainer. Wir haben die Freiheit der Wahl. Von der dürfen Sie Gebrauch machen. Sie sollen es sogar. Das ist Ihr demokratisches Recht. Und ein bisschen ist es auch eine Pflicht.&#8221;</p>
<p>&#8220;Eine Pflicht ist keine Freiheit, Herr Reiner.&#8221;</p>
<p>&#8220;Deswegen sag’ ich ja: &#8216;ein bisschen Pflicht&#8217;.“</p>
<p>&#8220;Damit es ein bisschen Freiheit gibt?&#8221;</p>
<p><em><strong>Die CSU ist mit ihrer Politik &#8220;näher am Menschen&#8221; tief in der Bevölkerung verwurzelt. Wir haben eine klare christlich-soziale Wertordnung, wir sind die politische Heimat für alle Bevölkerungsschichten und wir sind die Volkspartei mit konservativen Werten und der Kraft zur Zukunft. Die CSU ist die kraftvolle Stimme Bayerns im Bund und will Europa aktiv mitgestalten.</strong></em></p>
<p>&#8220;Man muss jedes bisschen Freiheit verteidigen!&#8221;</p>
<p>&#8220;Gegen ein bisschen mehr Freiheit?&#8221;</p>
<p>&#8220;Gegen immer noch ein bisschen weniger Freiheit! Herr Kainer, deswegen wähle ich das kleinere Übel.&#8221;</p>
<p>&#8220;So sehen Sie auch aus. Wie jemand der von kleineren Übeln regiert wird.&#8221;</p>
<p><em><strong>Über 160.000 Menschen in Bayern haben sich für eine Mitgliedschaft in der Christlich-Sozialen Union entschieden. Sie sind die Parteibasis, die die Politik der CSU trägt. An der Spitze arbeiten der CSU-Vorsitzende und seine vier Stellvertreter und sowie der Generalsekretär für eine starke CSU in Bayern, Deutschland und Europa.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unsere 92 Landtagsabgeordneten, 46 Bundestagsabgeordneten, neun Europaabgeordneten und über 12.000 Mitglieder in den kommunalen Parlamenten geben der CSU in Bayern, Berlin und Brüssel Gesicht und Stimme.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unsere acht Arbeitsgemeinschaften, zehn Arbeitskreise und sieben Kommissionen dienen als Interessenvertretung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen und als Impulsgeber und Berater im Sinne einer modernen Volkspartei.</strong></em></p>
<p>&#8220;Verstehen Sie, Herr Kainer. Eine moderne Volkspartei dient als  Interessenvertretung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen. Gehören Sie etwa zu diesen bestimmten gesellschaftlichen Gruppen? Dann müsste ich Ihnen, so leid mir’s täte, hier und jetzt die Freundschaft aufkündigen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Reden Sie doch keinen Unfug! Man kann eine Wahlstimme doch auch in eine Gegenstimme verwandeln. Nichtwählen hilft immer den größten Übeln!</p>
<p><em><strong>Das Motto des Parteivorsitzenden der CSU, Horst Seehofer: &#8220;Politiker sind für die Menschen da, nicht die Menschen für die Politiker&#8221;. Seit 1971 ist Seehofer Mitglied der CSU. Seit Oktober 2008 ist Horst Seehofer Parteivorsitzender und Bayerischer Ministerpräsident. Seehofer betont: &#8220;Ich will die Freiheitsrechte der Bürger stärken und erweitern, wo es um ihre Lebensführung, ihr wirtschaftliches und ehrenamtliches Engagement geht. Und dort, wo es um Recht und Ordnung, um Daseinsvorsorge geht, brauchen wir einen starken Staat.&#8221;</strong></em></p>
<p>&#8220;Wenn ich’s mir recht überlege, Herr Kainer, vielleicht haben Sie doch recht.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und, was wählen Sie?&#8221;</p>
<p>&#8220;Kalbsbries mit Kartoffeln, glaube ich.&#8221;</p>
<p> </p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="580" height="360" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/u-Bn7cKcXP4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="580" height="360" src="http://www.youtube.com/v/u-Bn7cKcXP4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
 </p>
<p><em>Kursive Texte zitiert aus:</em></p>
<p><em>- Wahlaufruf der Christlich-Sozialen Union zur Bundestagswahl 2009 (Beschluss des Parteitags der Christlich-Sozialen Union am 17./18. Juli 2009) </em></p>
<p><em>- website csu.de/partei/unsere_koepfe</em></p>
<p><em>- website csu.de/partei/unsere_politik</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 20.0px Helvetica;"> </p>
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		</item>
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		<title>NEUES VOM WWW (Weiß Wurst Web)</title>
		<link>http://www.seesslen-blog.de/2009/07/15/neues-vom-www-weis-wurst-web/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 06:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Seeßlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Bayerische Staatsregierung lockert das Rauchverbot in Wirtshäusern und Festzelten!
Geraucht werden darf ab jetzt wieder:
wenn zum Bier eine zünftige volkstümliche Blasmusik geboten wird,
wenn der Wirt CSU-Mitglied ist,

wenn der Gast den Unterschied zwischen einem Laptop und einer Lederhose kennt (in eine Lederhose steigt man hinein, auf einem Laptop tippt man irgendwas),
wenn es der Herrgott will,
wenn Wahlkampf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Die Bayerische Staatsregierung lockert das Rauchverbot in Wirtshäusern und Festzelten!</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span>Geraucht werden darf ab jetzt wieder:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>wenn zum Bier eine zünftige volkstümliche Blasmusik geboten wird,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>wenn der Wirt CSU-Mitglied ist,</span></p>
<p><span id="more-162"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>wenn der Gast den Unterschied zwischen einem Laptop und einer Lederhose kennt (in eine Lederhose steigt man hinein, auf einem Laptop tippt man irgendwas),</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>wenn es der Herrgott will,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>wenn Wahlkampf ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Das Rauchverbot gilt weiter für:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Studenten, Ausländer und Vegetarier,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>katholische Kirchen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Helmut Schmidt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Horst Seehofer zeigte sich gegenüber Vertretern der Weißwurstpresse hoch zufrieden mit der neuen Regelung.</span></p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		</item>
		<item>
		<title>GESCHICHTEN VOM HERRN REINER UND HERRN KAINER</title>
		<link>http://www.seesslen-blog.de/2009/07/10/geschichten-vom-herrn-reiner-und-herrn-kainer-4/</link>
		<comments>http://www.seesslen-blog.de/2009/07/10/geschichten-vom-herrn-reiner-und-herrn-kainer-4/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 10:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Seeßlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[
Zweiter Klasse
Es war der schiere Übermut, der Herrn Reiner und Herrn Kainer veranlasste, an einem halbschönen Sommertag einen Ausflug unternehmen zu wollen, und zwar mit der Deutschen Bahn.
„Sehen Sie sich nur diesen Bahnhof an!“, staunte Herr Reiner, der die einstige Schalterhalle nach ihrem Umbau bewunderte. „Was es hier alles zu kaufen gibt! Hier ist ein Spielplatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Zweiter Klasse</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span>Es war der schiere Übermut, der Herrn Reiner und Herrn Kainer veranlasste, an einem halbschönen Sommertag einen Ausflug unternehmen zu wollen, und zwar mit der Deutschen Bahn.</span></p>
<p class="MsoNormal">„Sehen Sie sich nur diesen Bahnhof an!“, staunte Herr Reiner, der die einstige Schalterhalle nach ihrem Umbau bewunderte. „Was es hier alles zu kaufen gibt! Hier ist ein Spielplatz für Kinder. Dort gibt es Probeabonnements<span>  </span>für „Christ und Hund“. Und dort kann man sogar ein Automobil gewinnen“.</p>
<p class="MsoNormal">„Wie passend“, warf Herr Kainer ein. „Wer Glück hat, muss nicht mehr Eisenbahn fahren“.<span id="more-148"></span></p>
<p class="MsoNormal">„Bücher. Kräuter. Asiatische Spezialitäten. Italienische Spezialitäten. Lassen Sie uns einen original italienischen Espresso nehmen und dieses kleine Paradies bewundern.“</p>
<p class="MsoNormal">„Ja“, meinte Herr Kainer, „jetzt müsste man nur noch diese lästigen Züge abschaffen“.</p>
<p class="MsoNormal">„Was reden Sie denn da! Ein Bahnhof ohne Züge. Da könnte man für den Espresso höchstens noch die Hälfte verlangen. Kein Mensch würde ein Auto gewinnen wollen. Und die schönen Fahrkartenautomaten. Die Informationsbeamten. Die Schalter&#8230;“</p>
<p class="MsoNormal">„Ich sage ja nicht, dass es keine Fahrkarten mehr geben sollte. Nur die Züge sollte man abschaffen.“</p>
<p class="MsoNormal">„Aber Fahrkarten ohne Züge sind doch unsinnig!“</p>
<p class="MsoNormal">„Sagen Sie das nicht. Schauen Sie, bei uns im Viertel hat die Deutsche Post, weil sie ja Personal sparen muss, den letzten Briefkasten abmontiert. Das sah jetzt natürlich hässlich aus, der leere Fleck an der Mauer. Also haben sie etwas anderes hingehängt.“</p>
<p class="MsoNormal">„Und zwar?“</p>
<p class="MsoNormal">„Einen Briefmarkenautomaten. Jetzt kann man da, wo man früher seine Briefe eingeworfen hat, Briefmarken für Briefe kaufen, die man nicht mehr einwerfen kann.“</p>
<p class="MsoNormal">„Das ist eine Logik!“</p>
<p class="MsoNormal">„Ja, nicht wahr. Man ging von der vollkommen richtigen Annahme aus, dass eine Briefmarke nur einerseits ein Zettelchen ist, das die Berechtigung zur Inanspruchnahme einer postalischen Dienstleistung bescheinigt. <span>Andererseits</span> ist nämlich eine Briefmarke nichts <span>anderes</span> als der sichtbare Ausweis eines tief empfundenen Begehrens: Ich will einen Brief schreiben. Und Sie wissen ja, wie das ist. Wenn man ein tief empfundenes Begehren nur richtig ausdrücken kann, dann ist man schon halb zufrieden. Schatz, ich wollte Dir ja schreiben, da schau: Ich habe eine Briefmarke gekauft. Übrigens gibt unser neuer Briefmarkenautomat aus Prinzip kein Rückgeld, so dass derjenige, welcher seinem tief empfundenen Begehren, einen Brief zu schreiben, Ausdruck verleihen will, gern einmal ein paar Euro-Cent zusätzlich zahlt.“</p>
<p class="MsoNormal">„Und genau so wollen Sie es mit einem Bahnhof machen? Sie <span>kriegen</span> Fahrkarten, aber es fahren keine Züge?“</p>
<p class="MsoNormal">„Genau. Stellen Sie sich vor: Rom. Malmö. Gunzenhausen. Ganz wie es einem beliebt. Man kauft sich eine Fahrkarte und hat das tiefe Begehren, eine Bahnreise zu unternehmen, perfekt ausgedrückt. Und dann trinkt man seinen Kaffee&#8230;“</p>
<p class="MsoNormal">„Seinen sündhaft teuren Kaffee.“</p>
<p class="MsoNormal">„..sodass jeder sehen kann: Dieser Mensch hätte ohne weiteres eine Bahnreise nach Genua unternehmen können. Aber er verzichtet großzügig darauf. Das heisst: Wir alle, das System, verzichtet für ihn. Das ist gut für die Umwelt und noch besser für die Wirtschaft. Hat doch unlängst ein „Wirtschaftsweiser“ gemeint, dass der private Konsum nix bringt für die Wirtschaft. Die wirtschaftliche Zukunft gehört dem reinen Geldverkehr.“</p>
<p class="MsoNormal">„Wenn das Schule macht. Denken Sie nur: Sie kaufen sich eine Theaterkarte, aber es gibt keine Vorstellung. Keinen Faust.“</p>
<p class="MsoNormal">„Noch besser: Keine Publikumsbeschimpfung. Oder denken Sie an das Kino. Hunderte von Millionen Euro könnten da eingespart werden. ‚Terminator 5’ wird erst gar nicht mehr gedreht.“</p>
<p class="MsoNormal">„Gott sei Dank.“</p>
<p class="MsoNormal">„Und das Publikum ist hochzufrieden. Es hat sich eine Eintrittskarte gekauft und seinem tief empfundenen Begehren Ausdruck verliehen, es ordentlich krachen zu lassen. Fußball! Wie viel Beinbrüche und Miniskusschäden könnten da vermieden werden. Oder: Sie gehen in ein Bekleidungsgeschäft, zahlen 250 Euro und kommen unbekleidet wieder heraus.“</p>
<p class="MsoNormal">„Ja, da fühlen Sie sich wie ein Kaiser“.</p>
<p class="MsoNormal">„Beim Zahnarzt: Nie wieder bohren. Oder ein Polizist. Er sagt zum Einbrecher: Bitte sehr, mein Herr, bedienen Sie sich. Ich werde nämlich nicht etwa fürs Nichtstun bezahlt, sondern für das tief empfundene Begehren der deutschen Bevölkerung nach Sicherheit. Dazu habe ich extra eine Uniform.“</p>
<p class="MsoNormal">„Und jetzt kommt natürlich unsere Regierung&#8230;“</p>
<p class="MsoNormal">„Nein, die kommt eben nicht. Die bleibt daheim. Denn mit der Bezahlung unserer Steuern haben wir unserem tief empfundenen Begehren Ausdruck verliehen, regiert zu werden.“</p>
<p class="MsoNormal">„Wenn ich aber doch gar nicht regiert werden will!“</p>
<p class="MsoNormal">„Ja, mein Gott, dann zahlen Sie eben keine Steuern. Da werden Sie schon sehen, was Sie davon haben.“</p>
<p class="MsoNormal">„Wenn ich es mir recht überlege“, Herr Reiner studierte die wachsende Anzahl verzweifelter Menschen vor dem Fahrkartenautomaten, die Gesichter der Informationsbeamten und die Preistafel vor dem Cafè für Reisende, „dann will ich auch keine Fahrkarte kaufen“.</p>
<p class="MsoNormal">Herr Kainer stimmte zu, und die beiden Herren gingen, statt an den schönen Tegernsee zu fahren, in den Zoo, wo sie ihrem alten Freund, dem Orang Utan, das Neueste aus Politik, Wirtschaft und Verbrechen mitteilten, was dieser mit erstaunlicher Gelassenheit aufnahm.</p>
<p class="MsoNormal">Hätten Herr Reiner und Herr Kainer gewusst, was ihnen durch den Verzicht auf die Fahrt von München nach Tegernsee (und zurück) alles erspart blieb, das Weißbier im Zoologischen Garten hätte ihnen noch besser geschmeckt, als es dies ohnehin tat.</p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<item>
		<title>GESCHICHTEN VOM HERRN REINER UND HERRN KAINER</title>
		<link>http://www.seesslen-blog.de/2009/07/03/geschichten-vom-herrn-reiner-und-herrn-kainer-3/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 07:26:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Seeßlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[
Zwischen Bankpark und Parkbank
Weiß und blau strahlte der Himmel über Bayern. Jedenfalls auf dem riesigen Plakat der Bier-Werbung, unter dem sich Herr Kainer und Herr Rainer auf einer Bank niedergelassen hatten.
„Wissen Sie eigentlich, Herr Reiner“, fragte Herr Kainer, „wie man dort, wo das Geld ist, die Krise nennt?“ 
„Die nennen die Krise nicht Krise?“, fragte Herr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Zwischen Bankpark und Parkbank</strong></p>
<p class="MsoNormal">Weiß und blau strahlte der Himmel über Bayern. Jedenfalls auf dem riesigen Plakat der Bier-Werbung, unter dem sich Herr Kainer und Herr Rainer auf einer Bank niedergelassen hatten.</p>
<p>„Wissen Sie eigentlich, Herr Reiner“, fragte Herr Kainer, „wie man dort, wo das Geld ist, die Krise nennt?“ <br />
„Die nennen die Krise nicht Krise?“, fragte Herr Reiner zurück.<span id="more-136"></span> <br />
„Nur, wenn wir zuhören. Wenn sie unter sich sind, sagen die ‚Corporate Restructuring’ dazu. Schauen Sie, in der heutigen FAZ&#8230;“<br />
„Was lesen Sie denn da auch immer&#8230;“ warf Herr Reiner ein, „dieses Nihilistenblatt des Kapitals?“<br />
„Was wollen Sie,“ entgegnete Herr Kainer: „Das ist die ehrlichste Zeitung, die wir in Deutschland haben. Na jedenfalls, was die Werbung und den Wirtschaftsteil anbelangt. Also heute in der FAZ gibt es eine Beilage, die heißt eben ‚Corporate Restructuring’ und da können Sie lesen: &#8216;<em>der Branche derer, die Unternehmen restrukturieren, sie sanieren oder ihnen als Interimsmanager dienen, geht es gut.&#8217; </em>Ist doch prima, oder? Deswegen gibt es auch eine ‚Bundesvereinigung Restrukturierung, Sanierung und Interim Management’ (BRSI), es gibt den Beruf des ‚Chief Restructuring Officer, der macht dann ‚Leadership – Problem Solving – Value Creation&#8230;“<br />
„Ja, ja&#8230; und worker firing, tax spending, wage dumping und zwischendurch das berühmte fresh air snapping auf den Seychellen.“<br />
„Turnaround Managament, Performance-Optimierung in allen GuV-relevanten Positionen&#8230;“<br />
„Was um Himmels willen sind GuV-relevante Positionen?“<br />
„Musste ich auch erst nachschlagen: Wir sind aber auch Dummies, gell. Gewinn- und Verlustrechnung heißt das.“<br />
„Krise ist also, wenn die Unternehmen einen Turnaround in der Performance der Gewinn- und Verlustrechung unternehmen lassen, möglichst von einem Interim Manager, damit es nachher keiner war? Wissen Sie, Herr Kainer, wie man so etwas früher genannt hat?“<br />
„Sagen Sie es nicht, Herr Reiner. Von unseren Geldmenschen könnte man manches sagen. Aber<span>  </span>nicht, dass sie nicht die, nun ja, fähigsten Anwälte hätten“.</p>
<p>Die Ampel an der Kreuzung vor dem Park mit der Bank schaltete auf Rot. Alle Automobile hatten runde, farbige Plaketten auf denen ihr Schadstoff-Ausstoß zertifiziert wurde. Das ist ein schöner Beitrag für die Erhaltung des Blaus im Himmel über Bayern.</p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		</item>
		<item>
		<title>GESCHICHTEN VOM HERRN REINER UND HERRN KAINER</title>
		<link>http://www.seesslen-blog.de/2009/06/30/geschichten-vom-herrn-reiner-und-herrn-kainer-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 10:38:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Seeßlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[
Im Englischen Garten
Herr Reiner und Herr Kainer schlenderten durch den Englischen Garten, und sprachen im Schatten ihrer aufgespannten Regenschirme miteinander. Dass sie Regenschirme bei strahlendem Sonnenschein aufgespannt hatten, brachte ihnen manchen mitleidigen oder gar missbilligenden Blick ein. Das anerkannte Mittel gegen Krebsgefahr von oben sind nun einmal Cremes mit anschwellenden Schutzfaktoren, und ein Regenschirm in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Im Englischen Garten</strong></p>
<p class="MsoNormal">Herr Reiner und Herr Kainer schlenderten durch den Englischen Garten, und sprachen im Schatten ihrer aufgespannten Regenschirme miteinander. Dass sie Regenschirme bei strahlendem Sonnenschein aufgespannt hatten, brachte ihnen manchen mitleidigen oder gar missbilligenden Blick ein.<span id="more-119"></span> Das anerkannte Mittel gegen Krebsgefahr von oben sind nun einmal Cremes mit anschwellenden Schutzfaktoren, und ein Regenschirm in der Sonne ist – irgendwie asozial.</p>
<p>„Die Bösen gewinnen immer“, seufzte Herr Reiner und stopfte seine Zeitung in einen Abfallkorb, was ihm erneut missbilligende Blicke einbrachte, denn eine gelesene Zeitung gehört nicht in einen Abfallkorb, sondern in einen Altpapiercontainer. „Iran. Deutsche Bank. CSU. Berlusconi. Ach, Sie brauchen ja nur in einen Supermarkt zu gehen. Immer gewinnen die Bösen.“</p>
<p>Die beiden nahmen auf einer Parkbank Platz. „Ja, nun“, meinte Herr Kainer. „Wenn es sich die anderen gefallen lassen&#8230;“</p>
<p>„Und wenn sie es sich nicht mehr gefallen lassen?“ fragte Herr Reiner. „Tja“, antwortete Herr Kainer, „Dann werden sie böse“.</p>
<p>Herr Reiner und Herr Kainer brachen in ein dezentes Lachen aus. Auch das zog unerfreute Blicke auf sich. Zwei lachende Herren unter Regenschirmen im Englischen Garten bei strahlendem Sonnenschein. Wo gibt es denn so etwas?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>GESCHICHTEN VOM HERRN REINER UND HERRN KAINER</title>
		<link>http://www.seesslen-blog.de/2009/06/28/geschichten-vom-herrn-reiner-und-herrn-kainer/</link>
		<comments>http://www.seesslen-blog.de/2009/06/28/geschichten-vom-herrn-reiner-und-herrn-kainer/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 09:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Seeßlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[Münchner Freiheit
Es waren eher meteorologische als ideelle Gründe, die Herrn Reiner und Herrn Kainer an diesem Tag nach dem großen Regen auf dem unförmigen Platz mit dem seltsamen Namen „Münchner Freiheit“ zusammen brachte. Seltsam ist der Name deswegen, weil kein Mensch weiss, was an einer Freiheit so spezifisch münchnerisch sein könnte, und schon gar niemand, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><strong>Münchner Freiheit</strong></p>
<p class="MsoNormal">Es waren eher meteorologische als ideelle Gründe, die Herrn Reiner und Herrn Kainer an diesem Tag nach dem großen Regen auf dem unförmigen Platz mit dem seltsamen Namen „Münchner Freiheit“ zusammen brachte. Seltsam ist der Name deswegen, weil kein Mensch weiss, was an einer Freiheit so spezifisch münchnerisch sein könnte, und schon gar niemand, was an München irgendeine besondere Freiheit verspräche. <span id="more-117"></span>„Guten Morgen, Herr Kainer“, sagte Herr Reiner und legte die Zeitung neben sich auf die Bank. „Schauen Sie sich das an,“ meinte er, „Diese Banken! Diese Manager! Diese Leute von der Bahn! Diese Politiker! Die machen einfach immer so weiter. Die haben nichts aus der Krise gelernt. Gar nichts“. „Ach, Herr Reiner“, entgegnete Herr Kainer, „Sie sind eben ein unverbesserlicher Optimist“. Darauf beschlossen Herr Reiner und Herr Kainer, nicht schlechter gelaunt als sonst, ein kühles Weissbier zu sich zu nehmen. Das, vermutlich, ist der Sinn der Münchner Freiheit.</p>
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