Unsortierte Gedanken zur Diskriminierung

Wir hatten einen Traum. Manchmal. Den Traum von einer Gesellschaft der Freiheit und der Gerechtigkeit. Etwas sollte es in ihr ganz bestimmt nicht mehr geben: Diskriminierung. Menschen sollten als Menschen beurteilt werden, nicht ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Kultur, ihrer Hautfarbe etc. wegen. Wir nannten diesen Traum: Demokratie. Aber dann mussten wir uns dem Alltag widmen, dem Überleben oder auch dem Besserleben. Und das hieß: dem Kapitalismus. Etwas, das immer viel mehr war, als nur eine besonders offene, besonders aggressive und manchmal auch besonders wahnsinnige Form des Wirtschaftens. Etwas, das einerseits nach der Macht über die Welt gierte und sich andererseits bis tief in jede einzelne Seele fraß.

Ob wir dem Traum einer Gesellschaft ohne Diskriminierungen näher gekommen sind oder nicht, kommt vielleicht auf den Standpunkt an. In manchen Feldern haben wir uns viel zu langsam nach vorwärts bewegt, zum Beispiel in der Gleichberechtigung der Geschlechter. In manchen ist aus der institutionellen nur die effektivere strukturelle Diskriminierung geworden: Was brauchen wir noch schurkische Chefs für die Diskriminierung wenn es doch die schurkischen lieben Kollegen via Mobbing genau so machen (und die Verbindung von beidem ist dann ohnehin unschlagbar). Und in manchen ist die Entwicklung offensichtlich nach rückwärts gegangen: Die gesellschaftliche Praxis im Deutschland des Jahres 2015 ist unübersehbar von mehr Rassismus und kultureller Diskriminierung durchzogen als die des Jahres 1975. Was rassistische Diskriminierung bedeutet, kann man bei jeder längeren Fahrt mit der Deutschen Bahn beobachten: Menschen mit dunkler Hautfarbe werden dort nicht nur besonders scharf kontrolliert – und wehe, wenn sie einen Fehler gemacht haben! („Die wissen genau, dass das hier bei uns nicht geht! Das wird teuer für die.“ – Originalton einer deutschen Zugbegleiterin gegenüber einem dunkelhäutigen Paar mit einem behinderten Kind, das in der falschen Zug-Art zur Klinik fahren wollte.)

Diskriminierung als Volkssport

Und dann haben sich auch noch neue Felder der Diskriminierung herausgebildet: Die Loser, Assis und Hartz-IVler, die faulen und gierigen Griechen, die Putinversteher und Wirtschaftsflüchtlinge. Es kann alles diskriminiert werden, was stört. Diskriminierung ist im Deutschland des Jahres 2015 zum Volkssport geworden. Man gönnt uns ja sonst nichts.

Diskriminierung heißt zunächst nichts anderes als ein bewertendes Trennen, die Erzeugung von Unterschieden in Wert, in Recht, in Bedeutung, in Qualität und Ästhetik.  In den alten Zeiten bedeutete es nichts anderes als Trennen an sich; erst im 20. Jahrhundert wurde es mit der negativen Handlung einer Herabwürdigung oder Zurücksetzung verbunden, bis „Diskriminieren“ schließlich (jedenfalls außerhalb naturwissenschaftlichen Fachjargons) zur Bezeichnung für einen verbalen und physischen Akt von hohem inneren Aggressionsgehalt wurde. Diskriminieren ist, mit anderen Worten, eine ziemlich moderne Kulturtechnik, na, was heißt schon: Kultur.

Vielleicht ist diese Wortgeschichte wichtig, um die Funktion des Diskriminierens in einer kapitalistischen Gesellschaft zu verstehen. Die Grundlage aller profitorientierter Ökonomie ist das Vorhandensein von Unterschieden. Die Habenichtse und die Superreichen, kik und Armani, billige Arbeit, teure Bank. Im alltäglichen Leben begegnen wir der Diskriminierung zwar vor allem in ihrer Funktion als Aggressionsabfuhr gegenüber Ersatzopfern. Man sucht sich vermeintlich Schwächere, an denen man strukturelle, verbal oder institutionell eigene Überlegenheit konstruiert. Diskriminiert werden Menschen ob ihrer Verhaltensweisen, Fähigkeiten (diskriminiert werden „Behinderte“, „Schwächlinge“, „Loser“) oder wegen ihrer biologischen Eigenheiten (diskriminiert werden Menschen wegen ihres Geschlechts, wegen ihrer Hautfarbe, wegen ihres Alters).  Diskriminiert werden Menschen wegen ihres Denkens und Sprechens (diskriminiert werden „Außenseiter“, „Nestbeschmutzer“, „Intellektuelle“) und schließlich wegen ihres sozialen Status (diskriminiert werden „Versager“, „Prolls“, „Schmarotzer“). Man kann, wie die tägliche Lektüre der Bild-Zeitung belegt, einzelne Personen ebenso diskriminieren wie man Gruppen diskriminiert (man kann natürlich auch eine Gruppe erst durch Diskriminierung bilden), schließlich auch ganze Völker (wie die faulen und gierigen Griechen). Solange diskriminiert wird – und, um beim Beispiel der Bild-Zeitung zu bleiben, Diskriminierung ist offenbar eine gut verkäufliche Ware – kann Regieren nicht wirklich demokratisch sein. Je mehr Diskriminierung in einer Gesellschaft, desto undemokratischer die Regierung.

Diskriminierung, und sei sie noch so paranoid, hat immer einen psychischen (die Konstruktion von „Identität“ zum Beispiel), einen politischen (die gewaltsame Verteilung von Macht bzw. die Legitimierung gewaltsamer Machtverteilung) und einen ökonomischen Aspekt (irgendwo wird ein Vorteil oder die Eliminierung eines Nachteils erhofft). Es ist also in den Akten der Diskriminierung kein Widerspruch zwischen Paranoia und Zweckrationalität. Daher tut sich „lineare“ Aufklärung sehr, sehr schwer im Kampf gegen die Diskriminierung.

Spaß und Schuldgefühle

Diskriminieren macht einerseits Spaß. Man fühlt sich gut, man gehört zu den Gewinnern, man sonnt sich im Leiden und in der Demütigung der Diskriminierten. Aber andererseits verursacht Diskriminierung auch Schuldgefühle. Irgendwo wissen die meisten Menschen, die andere Menschen diskriminieren, dass sie gerade etwas Böses tun. Daher verlangt die Diskriminierung nach Legitimation und Rationalisierung. Und deswegen kommt Diskriminierung fast nie ohne eine Rückbindung an eine „Autorität“ aus. Diskriminierung ist ein Ausdruck des autoritären Charakters; Diskriminierung erzeugt ihn aber auch.

Man braucht Ideen, Ideologie, sogar Religion um zu diskriminieren, man braucht die anderen, die zur Bestätigung Riten und Begriffe entwickeln, man braucht Autoritäten, die einem „erlauben“, ja sogar „befehlen“, andere zu diskriminieren. Bei Neofaschisten oder Islamisten ist diese Grammatik der Diskriminierung nur allzu deutlich. Aber es ist die gleiche Grammatik der Diskriminierung, die auch im Mainstream einer Gesellschaft wirkt, die letztlich nur noch durch eine Kultur der Verachtung zusammengehalten wird. Deutschsein kann offensichtlich gar nicht mehr anders konstruiert werden als durch Diskriminierung. Es gibt nichts, was man da lieben könnte, also erzeugt man es durch den Hass auf das „andere“.

Diskriminierung tritt selten als rein sozialpsychologisches Phänomen auf. In aller Regel ist es ein Verhalten, das immer auch auf einen Nutzen abzielt. Im schlimmsten Fall ist Diskriminierung der ideologische Deckel auf einer Form der Plünderungsökonomie; die Diskriminierer sind auf den Besitz, die Arbeitskraft, die Ausbeutung der Diskriminierten aus. Man will den anderen verletzen und vielleicht auch töten, um ihn als Konkurrenten auszuschalten, um sich aller Verpflichtungen gegenüber ihm zu entledigen, um mehr „Platz“ für sich selber zu haben.

Ein System duldet Diskriminierung nur insoweit und so lange als es ihm nutzt. Nun ist freilich der Kapitalismus auf die Schaffung von Differenzen in Bezug auf Waren, in Bezug auf Arbeit, in Bezug auf Möglichkeiten und Phantasien auch, auf die Erzeugung von Differenzen angewiesen. „Wohlstand für alle“ war ebenso eine Schimäre wie eine durch Demokratie und Humanismus gezähmte Marktwirtschaft.

Diskriminierung – das eigentliche Wesen unserer  Kultur

Diskriminierung ist mithin nicht der Fauxpas sondern das eigentliche Wesen unserer Kultur. Es kommt nur auf den Grad der Heftigkeit und der Offenheit an. In Zeiten der ruhigen Entwicklung kann das System sich daher mit strukturellen Diskriminierungen bewenden lassen, und für die institutionellen Diskriminierungen ideologische Mäntel besorgen. In den Zeiten der „sozialen Marktwirtschaft“ gab es gewiss mehr institutionelle Diskriminierung, aber weniger strukturelle. Denn es gilt nicht einmal zu unterscheiden zwischen den unsichtbaren, verdeckten oder maskierten Formen der Diskriminierung und den performativen, offenen Formen, denen gerade am Schauspiel der Herabwürdigung gelegen ist. (Die Grenzen zwischen den beiden Formen sind freilich durchaus fließend.)

Wer von Diskriminierung spricht und vom Kapitalismus schweigt, sollte nicht übermäßig ernst genommen werden. Denn innerhalb des Systems selber kann die Abschaffung oder wenigstens Abdämpfung einer Diskriminierung nur mit der Erzeugung oder Reaktivierung einer anderen beantwortet werden. Im Diskriminierungsnetz lassen sich demnach Parameter abschwächen, wenn andere verstärkt werden. Wenn zum Beispiel geschlechtliche Parameter abgeschwächt werden und soziale Parameter verstärkt, dann sind die Mehrfach-Verlierer am Ende weiblich, „dunkelhäutig“, und prekär / schlecht bezahlt / arbeitssuchend, alleinerziehend womöglich. In einem rassistischen Kontext kann aber auch ein dunkelhäutiger Superfußballer Objekt übelster Diskriminierung werden, weil er seinen Aufstieg in gewisser Weise mit Situationen der Schutzlosigkeit bezahlt hat. Wir sind nie sehr weit entfernt von einer Kultur, die sich bezahlte Objekte der performativen Diskriminierung leistet.

„Der allgemeine Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG gebietet dem Gesetzgeber, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches ungleich zu behandeln.“ So steht es in unserem Grundgesetz. Wir müssen mithin lernen, das Gleiche und das Ungleiche voneinander zu unterscheiden. Formale Gleichstellung kann unter Umständen reale Ungleichheit bedeuten.

Ist die Freiheit von Diskriminierung ein Menschenrecht? Oder ist sie „nur“ ein Bürgerrecht? Die ungleichen Rechte von Staatsbürgern und Nicht-Staatsbürgern gelten juristisch jedenfalls nicht als Diskriminierung, soweit sie keine zwischenstaatlichen Abkommen verletzen. Für Flüchtlinge aus zusammenbrechenden Staaten gibt es so gut wie keinen Schutz gegen Diskriminierungen jeder Art.

Die Differenz zwischen Menschenrecht und Bürgerrecht ist eine Quelle der Diskriminierung von Personen. Nicht für diese, wohl aber für das Kapital soll sie etwa durch das TTIP abgeschafft werden. Konzerne sollen gegen „Diskriminierung“ durch nationales Recht (also jenes, das die Bürger schützt) geschützt werden. Bewegen wir uns auf ein System zu, in dem nur noch Menschen, aber keine Marktteilnehmer diskriminiert werden dürfen? Und ist eigentlich niemandem der, in die großen Skandale um dieses Freihandelsabkommen, eingelagerte kleine Skandal aufgefallen, dass das Wort, die Behandlung, die Praxis von „Diskriminierung“ von den Menschen auf die Wirtschaft übergeht?

Reduktion auf das Diskriminierungsmerkmal

Dass unser System nicht mehr wirklich funktioniert, schon gar nicht in Bezug auf jenen Traum von Freiheit und Gerechtigkeit hin, wäre in dem Augenblick evident, da Diskriminierung generell „verboten“ oder unmöglich wäre. Die Diskriminierung ist stets ein Symptom für soziale Ungleichheit oder für eine Schere zwischen Menschen- und Bürgerrechten, aber sie ist nicht zuletzt ein Herrschaftsinstrument. Wieder also die Frage, nach dem sozialpsychologischen, dem politischen und dem ökonomischen Hintergrund.

Die „Ökonomisierung“ der Diskriminierung schafft eine neue Form der Triple-Obsession. Man ist, zum Beispiel diskriminiert als ein Mensch, der es zu nichts gebracht hat, als Mensch mit dunkler Hautfarbe, und als Mensch weiblichen Geschlechts. Das eine ist dann nicht nur Verstärkung, sondern auch Erklärung des anderen.

Das Wesentliche der Diskriminierung ist die Reduktion auf das Diskriminierungsmerkmal: Frauen sind … Die Alten können … Afrikaner haben doch alle … Diskriminierung ist die erste Stufe der Entmenschlichung des Gegenübers. Und das gilt noch für die „positive“ Diskriminierung: Afrikaner haben den Rhythmus im Blut. Inder sind Rechengenies. Frauen fahren defensiver. Die Diskriminierung kann der sozialen Ausgrenzung dienen, aber auch der sozialen Festschreibung. Jede Art von Ausbeutung ist erst über Diskriminierung möglich. (Die verdienen es nicht anders, die wollen es doch nicht anders, die verstehen doch keine andere Sprache als …)

Unsere Gesellschaft geht mit Diskriminierungen, um das Mindeste zu sagen, leichtfertig um. Sie erlaubt sich viel mehr Diskriminierung, und nicht ohne Grund,

Ist aber Gesetzgebung, „political correctness“ etc. das geeignete Mittel gegen Diskriminierungen? Ja, dort, wo der Mainstream und seine Nutznießer einfach anders nicht von Privilegien zu trennen sind – denn Diskriminierung auf der einen Seite bedeutet immer Privilegierung auf der anderen. In den Partialgesellschaften, die sich vom Mainstream längst gelöst haben – und das sind gewiss nicht nur die rhetorisch vernagelten „Parallelgesellschaften“ von Migranten, kommt das eine oder andere gar nicht mehr an. Und für eine Zukunft unseres Traums könnten Quoten und „political correctness“ nur die Erinnerung an miese Zustände der Vergangenheit sein. Das Verbrechen der Postdemokratie besteht nicht zuletzt darin, Diskriminierung nicht nur zuzulassen, sondern selber anzuwenden.

Dass der Begriff der Diskriminierung von der Seite der Opfer auf die Seite der Täter wandert, und sich nun nicht mehr die Menschen von den Konzernen (als Arbeitnehmer, als Hindernisse, als Kundenmasse, der man das Königseinwollen schon noch austreibt) sondern auf die Konzerne selbst verschiebt, die sich von demokratischen Regierungen, also von den Menschen in einem politischen Raum, „diskriminiert“ fühlen können, ist bezeichnend für die Verwahrlosung unserer politischen Diskurse. Die Diskriminierung von Menschen ist uns so was von egal, wenn nur der grenzenlose Expansionsdrang des Kapitals nicht diskriminiert wird, zum Beispiel von Menschen, die gerne ihre Umwelt und ihre Lebensmöglichkeiten erhalten hätten. Es ist ein Akt der Diskriminierung im Neoliberalismus, wenn einem die Gesundheit der eigenen Kinder und die Verteidigung des bisschen Demokratie gegen die Konzernmacht am Herzen liegt, die wir noch haben.

Anti-Diskriminierungsgesetze, wie es sie ja auch auf der EU-Ebene gibt, sind nur so viel wert, wie sie sich gegen die Interessen der Diskriminierer durchsetzen und wie sehr sie potentielle Diskriminierungsopfer schützen. Wie wenig Staat und Gesellschaft hierzulande dazu bereit sind, das zeigt sich schon daran, dass sie nicht einmal in der Lage sind, die Protagonisten einer moderaten Entdiskriminierung zu schützen. Und wenn das Zentralorgan der deutschen Niedertracht zum hundertsten Mal ein gesamtes Volk eines EU-Partners diskriminiert, ist das dem deutschen Journalistenverband nicht mehr als ein erhobener Zeigefinger wegen der Selfie-Aktion als „Überschreitung der Grenzen zur politischen Kampagne“ wert.

Wenn wir uns von der Diskriminierung frei machen wollen, genügt es nicht, sie in ihrem Ausdruck zu hindern (auch wenn das weiß der Himmel notwendig ist), sondern wir müssen die Grammatik der Diskriminierung erkennen und neue Sprachen miteinander erproben. Doch der entdiskriminierte Mensch ist weder politisch noch ökonomisch „gewollt“. Wir müssen ihn daher selber erschaffen.

Und was mache ich hier schon wieder? Ich diskriminiere die Postdemokratie und den Turbokapitalismus und seine Agenten. Ich diskriminiere die Diskriminierer. Üble Sache.

 

Georg Seeßlen (25-03-2015)

 

 

 

2 Gedanken zu „Unsortierte Gedanken zur Diskriminierung

  1. Lieber Herr Seeßlen,

    das ist ja mal wieder wahr, was Sie da schreiben. Und es ist tatsächlich so, dass die Diskriminierung als Massenphänomen untrennbar mit der seit ca. 30 Jahren laufenden Synchronisierung der Weltwirtschaft auf ein einziges Finanzsystem zusammen hängt.

    In einem Punkt möchte ich trotzdem widersprechen: Mit political correctness oder anderen Formen der Gesetzgebung wird man die Diskriminierung nicht in den Griff bekommen. Das zeigt sich schon daran, dass jeder Ersatz-Begriff in kürzester Zeit wieder zum Kampfbegriff wird (und die Sprache immer verquaster und unglaubwürdiger).

    Was wir brauchen, ist eine Moral. Aber wo kriegen wir die her? Wer sagt uns, was ein Mensch eigentlich wert ist? Wie definiert man das? etwa volkswirtschaftlich? Dann wären wir wieder ganz nah am Faschismus.

    Es muss ein Wert im Leben liegen, der völlig unabhängig von Alter, Herkunft, Glaube, Überzeugung oder sozialer Stellung ist. Wenn die Würde des Menschen unantastbar ist, dann gilt das für alle. Für alle? Auch für Kinderschänder, Neonazis, ungeborene Kinder und sabbernde Tattergreise? Ich glaube ja. Ich glaube, dass das Leben einen Wert an sich hat. Auf Grundlage einer solchen Haltung ist Diskriminierung unmöglich.

    Hilfreicher als das Grundgesetz finde ich in dem Zusammenhang die zehn Gebote. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist eine Forderung, die umsetzbar ist. Wir sollen die anderen ja nicht mehr lieben als uns selbst, sondern nur genauso. Würden wir uns auf diesen Minimalstandard einigen können, wäre Diskriminierung undenkbar. Eigentlich eine sehr bescheidene Forderung, oder?

  2. Ein großartiger Gedankenbogen. Aber da meldet sich der Müller bei mir, der Griechenmüller:

    Schreiber, was bemühst du dich, immer gut zu schreiben?
    Liest dich denn ein jeder gut? Treib’s, wie’s alle treiben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.