Eins auf die Presse, mein Herzblatt! (26)

Was man woanders Propaganda nennt, heißt bei uns Pressefreiheit. Zum Beispiel für die F.A.Z.

„Das ständige Trommeln von Linkspartei, Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften gegen jeden, der mehr hat als man selbst, zeigt langsam Wirkung, wenn auch noch nicht übersetzt in Gesetze. Die Grünen, und mit ihnen viele in der SPD, scheinen per se dem Reichtum und den Reichen zu misstrauen.“

Was natürlich gar nicht geht, weil ja das Volk, wie Maximilian Weingartner so trefflich in seinem Artikel über „Die Doppelmoral gegenüber Reichen“ in der Ausgabe vom 29. März schreibt, auch Lotto spielt. Und wer nicht reich ist, ist selber schuld: „Wer aber als Bürger unzufrieden mit dem materiellen Zustand seines Lebens ist, der sollte etwas dagegen tun. Mehr Einsatz, um rascher befördert zu werden, ein neue Sprache nach der Arbeit lernen oder sich anderweitig fortbilden, um einen besser bezahlten Job zu bekommen. Oder eine Firma gründen. Das sind die Rezepte für einen finanziellen und gesellschaftlichen Aufstieg“. Und jetzt kommt es: „Genau wie die meisten Reichen es getan haben: Denn fast alle haben für ihr hohes Einkommen hart gearbeitet. Und selbst Erben, die das Unternehmen ihres Vater lenken, schuften oft bis zum Umfallen. Anwälte, Unternehmensberater und Selbständige etwa haben einen großen Teil ihrer Freizeit zuvor im Studium geopfert, um exzellente Noten zu schreiben und damit einen guten Arbeitsplatz zu ergattern“. Weiterlesen