Aug 05 2010
Die FAZ Schlagzeile (1)
Schlagzeile der F.A.Z. vom Donnerstag, den 05. August 2010:
„Westerwelle ist mit sich und der Regierung zufrieden“
Soll niemand sagen, wir hätten keinen Humor.
Aug 05 2010
Schlagzeile der F.A.Z. vom Donnerstag, den 05. August 2010:
„Westerwelle ist mit sich und der Regierung zufrieden“
Soll niemand sagen, wir hätten keinen Humor.
Aug 04 2010
„Der Mensch“, so schrieb Georg Lucacs 1913 über das Kino, „hat seine Seele verloren, aber dafür den Körper gewonnen.” Aber natürlich war der Körper schon damals ein verteufelt widersprüchliches Empfinden; sehr einfach konnte man unterscheiden zwischen seinem Funktionieren von Arbeit und Lust, von der materiellen Nützlichkeit und der moralischen Verworfenheit, die in den Körperbildern auch des Kinos so schwer sich nur aufheben ließen.
Ein einfaches Modell besagt, die „proletarische“ Abbildung des Körpers im Kino zeige den Stolz darauf, was der Körper kann, während die „bürgerliche“ Abbildung des Körpers im Kino zeige, was der Körper will. Nicht erst seit es weder Proletariat noch Bürgertum mehr gibt ist klar, dass es nicht so einfach ist, dennoch sind „Können“ und „Wollen“ geeignete Koordinaten, um die Beziehung zwischen Körper und Welt im Bewegungsbild zu beschreiben: Impuls, Aktion, Reaktion, Ruhe. Wie aber „erstarrt“ der Körper im Bewegungsbild, wenn nicht zum Ding und Fetisch (zum Untoten)?
Immerhin: Der Körper scheint auch in den Kino-Geschichten aus 1001 einer Projektionsnacht Ausdruck der revoltierenden Macht; Kino-Geschichten handeln vom Aufstand des Körpers gegen die Ordnung, halbnackte Piraten im Kampf gegen Gouverneure, overdressed gewöhnlich, und was kann die jeweils nächste Generation gegen Unterdrückung durch die vorherige anderes einsetzen als den Körper? Weiterlesen »
Aug 01 2010
Kommunikation im Internet? Es ist wie wenn ein Mensch auf einer einsamen Insel eine Flaschenpost ins Meer wirft. Nur besteht der Ozean nicht aus Wasser, sondern aus lauter anderen Flaschen, dicke, dünne, leichte, schwere, durchsichtige, trübe, eigenartige oder gleichförmige Flaschen. Niemand „surft“ hier; alle sind mit Flaschensammeln beschäftigt. Die Botschaften von den anderen einsamen Inseln erzählen in der Regel davon, wie verrückt man auf einsamen Inseln ist, die man über das Flaschenmeer nicht verlassen kann. Man kann es sich nicht einmal vorstellen. Und die Flaschen vom Festland? Sie verhöhnen und bedrohen den Insulaner. Nein, sie errichten eine Brücke, sieh doch. Geh wieder hin wo alle sind. Deine Reise war nur ein Trug, deine Insel nichts als Mangel.
Kein Meer mehr, nirgends.
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Was erzählt da Eva Herman? Die Loveparade, das sei eine Party gewesen, die „symbolisch für den kulturellen und geistigen Absturz einer ganzen Gesellschaft stehe“, und: „Wer sich betrunken und mit Drogen vollgedröhnt die Kleider vom Leib reißt, wer die letzten Anstandsnormen feiernd und tanzend einstürzen lässt, der ist nicht weit vom Abgrund entfernt“. Die Frage ist nun nicht, ob diese Frau, wie man so sagt, eine Meise unterm Pony hat. Die Frage ist auch nicht, ob ihre Mischung aus bigotter Evangelikalsauerkeit und handfestem deutschen Faschismus irgend symptomatisch sei. Die Frage ist, was unsere Medien bewegt, einen solchen neidisch-hämischen Wahnsinn zu drucken.