Aug 19 2010

Gott in Oberammergau (Deutschland)

Veröffentlicht von Georg Seeßlen unter Kultur.

In der jüngsten F.A.Z. eröffnet Thomas Gottschalk, genau der, das Feuilleton mit einem Erweckungsbericht aus Oberammergau („Nicht sehen und doch glauben: Wer als Zweifelnder kommt, geht im Innersten berührt.“) und ob das nun eine gute Idee ist oder nicht, jedenfalls erinnern wir uns spätestens beim letzten Satz wieder daran, wo wir hier gelandet sind: „Ich wünsche mir nur“, heißt es da, „dass die anderen Hilfstruppen des lieben Gottes ihre Sache ebenso gut vertreten würden wie seine Kinder aus Oberammergau“.

Schauen wir mal nach, was die Wikipedia über „Hilfstruppen“ zu sagen hat: „Hilfstruppen, oft auch, vor allem in der Antike, nach dem lateinischen Namen Auxilia genannt, werden Truppenverbände genannt, die aufgrund ihrer Bewaffnung und Rüstung nur unterstützende Funktionen ausüben, z. B. um die Schlachtlinie zu verlängern. Sie werden häufig aus ausländischen Söldner rekrutiert. Historische Beispiele sind die Auxiliartruppen der römischen Legionen, aber auch die Askari der deutschen Kolonialtruppen in Deutsch-Ostafrika (Tangajika).”

Tja. Um es mal so zu sagen: Selig ist, wer nicht glaubt, dass Gott ein Deutscher ist und ein Bamberger Fernsehstar sein Prophet.

Ein Kommentar

Ein Kommentare zu “Gott in Oberammergau (Deutschland)”

  1. anton bibersbergam 20 Aug 2010 um 20:24 Uhr.

    hallo, habe Ihren blog erst vor kurzem entdeckt.
    sehr lustvoll, sehr verbittert, sehr präzise.

    zu dem artikel:
    im nächsten leben sollte man nicht freudianer werden, wo noch edle griechen das innenleben bevölkern, sondern therapiesitzungen für fernsehdauergeschädigte einrichten, die gehirnwäsche über 60 jahre bietet sicher mehr als ein kleiner zu vernachlässigender ödipuskomplex.

    habe sie verlinkt, wenn Ihnen das net gefällt, dann bitte ich um nachricht.

    mit freundlichen grüssen

    anton

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