Jul 27 2010
Marktwirtschaft für Afghanistan!
Der, nun ja, FDP-Haushaltspolitiker Koppelin erkannte angesichts der Lage in Afghanistan, die nun auch noch leckt, butterflymesserscharf: „Wir haben zu viel Planwirtschaft in der Bundeswehr“. Endlich begehrt mal jemand gegen diese verborgene Form des geistigen Sozialismus bei unserer Verteidigung der Freiheit am Hindukusch auf! Auch für den Krieg muss nämlich gelten: Das regelt der Markt! Was verballert wird, schafft Nachfrage. Das Schlachtfeld ist auch nur ein Markplatz, wenn auch ein etwas riskanter Bereich. Es gilt den Markt zu pflegen, wenn es sein muss, mit kleinen Waffen-Geschenken. Ein Bonus-System muss her für wirtschaftlich geführte Massaker. Wenn der Krieg schon eine PR-Veranstaltung der Rüstungsindustrie ist, dann sollen auch die richtigen Leute daran verdienen, unsere neoliberalen Herzchen zuerst. Und sozial ist, was Profit, quatsch, was Arbeit schafft. Schafft also ein, zwei viele Afghanistan, macht das Militär marktfähig (hey, vielleicht gehen wir demnächst damit an die Börse!) und lasst endlich, nun ja, FDP-Haushaltspolitiker den Wehr-Etat verteilen!

