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	<title>Kommentare zu: KUNST/ZEIT/SCHRIFT NR. 3/10</title>
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	<description>Das Georg-Seeßlen-Blog</description>
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		<title>Von: Daniel Hermsdorf</title>
		<link>http://www.seesslen-blog.de/2010/05/17/kunstzeitschrift-nr-310/comment-page-1/#comment-147</link>
		<dc:creator>Daniel Hermsdorf</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2010 08:00:49 +0000</pubDate>
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		<description>Hier schlagen ein paar neue Funken aus diesem Topos. Vielleicht zwei Anmerkungen:
1) Die vielgescholtenen Verschwörungstheorie schickt sich an, etwas zu definieren, das die hier noch gewahrten Grenzen notwendig sprengt: Ohnehin ans Äußerste geweitete Kunstbegriffe können dann obsolet werden, wenn die Grenze von Kunst und Politik, Kunst und Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft fällt. Daraus folgt dann die Frage: Impliziert dies - neben einer Fortsetzung gewöhnlicher Kriminalität mit anderen Mitteln - noch eine genuin andere Art von Verbrechen?
2) Zu beleuchten wäre außerdem noch Ambivalenzen, die sich aus dem unmittelbaren Umgang mit dem Verbrecher ergäben. Verdächtig jedenfalls - dies sei dem Autor in diesem Fall nicht unterstellt - die bürgerliche Anbiederung an das ganz &#039;Andere&#039;, das er zugleich marginalisiert und distanziert. Aus diesem Problemzusammenhang heraus eine unsichere Zukunftsoption: Welche persönlichen Konsequenzen entstehen womöglich aus der tatsächlich offenen Konfrontation - der Beobachter (und deren Beobachtern) mit Tätern, der Rezipienten mit Betrügern, einmal als solche erkannt? Ist Verbrecherromantik vielleicht selbst symptomatisches Element einer gesellschaftlichen und kulturellen Konstellation, in der ein Leben aus zweiter Hand Unmittelbarkeit aufschiebt? Und stets dann kollabiert, wenn Letztere sich einstellt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier schlagen ein paar neue Funken aus diesem Topos. Vielleicht zwei Anmerkungen:<br />
1) Die vielgescholtenen Verschwörungstheorie schickt sich an, etwas zu definieren, das die hier noch gewahrten Grenzen notwendig sprengt: Ohnehin ans Äußerste geweitete Kunstbegriffe können dann obsolet werden, wenn die Grenze von Kunst und Politik, Kunst und Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft fällt. Daraus folgt dann die Frage: Impliziert dies &#8211; neben einer Fortsetzung gewöhnlicher Kriminalität mit anderen Mitteln &#8211; noch eine genuin andere Art von Verbrechen?<br />
2) Zu beleuchten wäre außerdem noch Ambivalenzen, die sich aus dem unmittelbaren Umgang mit dem Verbrecher ergäben. Verdächtig jedenfalls &#8211; dies sei dem Autor in diesem Fall nicht unterstellt &#8211; die bürgerliche Anbiederung an das ganz &#8216;Andere&#8217;, das er zugleich marginalisiert und distanziert. Aus diesem Problemzusammenhang heraus eine unsichere Zukunftsoption: Welche persönlichen Konsequenzen entstehen womöglich aus der tatsächlich offenen Konfrontation &#8211; der Beobachter (und deren Beobachtern) mit Tätern, der Rezipienten mit Betrügern, einmal als solche erkannt? Ist Verbrecherromantik vielleicht selbst symptomatisches Element einer gesellschaftlichen und kulturellen Konstellation, in der ein Leben aus zweiter Hand Unmittelbarkeit aufschiebt? Und stets dann kollabiert, wenn Letztere sich einstellt?</p>
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