Nov 14 2009

Nationalgefühl dank Coca Cola

Veröffentlicht von Georg Seeßlen unter Gesellschaft.

Natürlich muss es auch das geben: Die „15. Deutschen Sponsoringtage“ in Frankfurt. Das Thema dieses Jahres war „Sport und Business“ (und wenn man nicht sowieso etwas Besseres mit seinem Leben anzufangen wüsste, dann könnte man sich hier nachhaltig sowohl das Ausüben von Sport als auch das Zuschauen bei entsprechenden Veranstaltungen, Übertragungen, Berichten und Nachrichten abgewöhnen). Dort erfahren wir so weltbewegende Dinge wie „Die Krise ist auch eine Chance“ oder „Die Budgets sind nicht mehr steigerbar. Es geht jetzt um eine Umverteilung“.

Uwe Kleinert, der Vertreter von Coca Cola aber beschwert sich in seinem Vortrag darüber, dass manche kulturelle Leistungen einfach nicht genügend gewürdigt würden. So habe der Sponsor Coca Cola schließlich die „Fan-Meile“ mit erfunden und damit „einen Beitrag zum wiedergeborenen Nationalgefühl“ geleistet. Das sei viel zu wenig, so Herr Kleinert von der Cola, von den Medien gewürdigt worden. Eine Schande ist das, da gebe ich ihm Recht. Die Coca Cola-Nation geht ihren Weg und keiner merkt es. Ab jetzt singen wir die gesponserte Fassung der Nationalhymne: „Einigkeit & Recht & Cola“. Denn unser wiedergeborenes Nationalgefühl ist prickelnd und süß, leicht coffeinhaltig und erfrischend.

Und zum Kotzen wenn man es zu lange stehen lässt.

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