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	<title>Kommentare zu: IST DAS VOLK DUMM?</title>
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	<description>Das Georg-Seeßlen-Blog</description>
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		<title>Von: peterle</title>
		<link>http://www.seesslen-blog.de/2009/10/26/ist-das-volk-dumm/comment-page-1/#comment-85</link>
		<dc:creator>peterle</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 11:26:08 +0000</pubDate>
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		<description>Habe den Text auch auf FM4 gehört - Gratuliere dazu!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Habe den Text auch auf FM4 gehört &#8211; Gratuliere dazu!</p>
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		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://www.seesslen-blog.de/2009/10/26/ist-das-volk-dumm/comment-page-1/#comment-84</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 19:29:00 +0000</pubDate>
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		<description>Durch einen Radiobeitrag auf FM4 (keine Blödmaschine) bin ich auf diesen Blog aufmerksam geworden. Hatte den Text anfangs nur so nebenbei beim Autofahren gehört und vorerst gedacht, es sei ein Kommentar zu den aktuellen Vorgängen in Kärnten (Hypo-Skandal, Turbulenzen im rechten Lager).

Nun sehe ich, dass Sie den Text schon am 26.10.2009 ins Web gestellt haben - vermutlich nicht zufällig in zeitlicher Nähe zu den 20-Jahr-Feierlichkeiten in Deutschland - vermutlich aber zufällig genau am österreichischen Nationalfeiertag.

Der Text passt auch gut auf Österreich, man müsste nur die konkreten Beispiele ersetzen (zB &quot;Bild&quot; durch &quot;Krone&quot;).

Vielen Dank und lieben Gruß aus Österreich,

Thomas</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Durch einen Radiobeitrag auf FM4 (keine Blödmaschine) bin ich auf diesen Blog aufmerksam geworden. Hatte den Text anfangs nur so nebenbei beim Autofahren gehört und vorerst gedacht, es sei ein Kommentar zu den aktuellen Vorgängen in Kärnten (Hypo-Skandal, Turbulenzen im rechten Lager).</p>
<p>Nun sehe ich, dass Sie den Text schon am 26.10.2009 ins Web gestellt haben &#8211; vermutlich nicht zufällig in zeitlicher Nähe zu den 20-Jahr-Feierlichkeiten in Deutschland &#8211; vermutlich aber zufällig genau am österreichischen Nationalfeiertag.</p>
<p>Der Text passt auch gut auf Österreich, man müsste nur die konkreten Beispiele ersetzen (zB &#8220;Bild&#8221; durch &#8220;Krone&#8221;).</p>
<p>Vielen Dank und lieben Gruß aus Österreich,</p>
<p>Thomas</p>
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		<title>Von: Timo</title>
		<link>http://www.seesslen-blog.de/2009/10/26/ist-das-volk-dumm/comment-page-1/#comment-60</link>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 19:51:18 +0000</pubDate>
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		<description>Somit fallen Begriffe wie Demokratie und Volkssouveränität ebenfalls in den Bereich (kapitalistischer) Mythologie, die instrumentalisiert werden (heute kann man das getrost PR nennen), um die Herrschaft zu stabilisieren (ich unterstelle hier einfach mal kapitalistische Herrschaft). Bei Ihren Ausführungen muss ich an Enzensbergers Bewußtseins-Industrie denken; besonders wenn jener schreibt, dass die politische Voraussetzung der BI die Proklamation (nicht die Verwirklichung) der Menschenrechte, insbesondre der Gleichheit und Freiheit sei. Der mediale Verdummungsaspekt gestaltet sich für mich persönlich in der Evozierung einer Spaltung aus: Nehmen wir an, dass sich bestimmte Zustände, bsp. demokratische Partizipation, nicht nur durch eine geschulte Reflexion bzgl. der zu debattierenden Themen verbessern ließen, sondern auch durch eine Form der Massenbildung. Wenn das bestehende System nun kein Interesse daran hat, sich mit einer Masse von Menschen auseinanderzusetzen, die im Geiste der Volksouveränität an der Herrschaft teilhaben wollen, müssen Strukturen eingerichtet werden, die die Bildung einer Masse unterbinden. Ein alter Vorbehalt gegen direktere Formen zur Mitgestaltung unseres politischen Systems ist jener, dass die Menschen zu dumm seien, um mit eintscheiden zu dürfen. Setzt man dies in Zusammenhang zur Redundanzmühle der klassischen Medien, allem voran das Fernsehen, in dessen Formaten nahezu rund um die Uhr Menschen ausgestellt werden, die mit dem Etikett dumm zu bezeichnen wären, ist hier für mich die vorangige Funktion solcher Formate eben die, Mißtrauen gegen andere zu erzeugen. Eine schlaue Funktionalisierung bedenkt man, dass die Selbsidentifikation immer über Grenzschaffung, also der Abgrenzung des Ich zu den Anderen (in ihrer Funktion als das Fremde), hergestellt wird. Welche mythologischen Strukturen halten unsere Gesellschaft (oder überhaupt die kapitalistisch westlichen Gesellschaften) zusammen? Persönlich hat mich die Lektüre von Elias Canetti weiter gebracht. Trotzdem mache ich hier ein Feld aus, was meiner Meinung nach viel zu selten beackert wird. Darum freue ich mich umso mehr über Ihren Beitrag.

Liebe Grüße,

Timo</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Somit fallen Begriffe wie Demokratie und Volkssouveränität ebenfalls in den Bereich (kapitalistischer) Mythologie, die instrumentalisiert werden (heute kann man das getrost PR nennen), um die Herrschaft zu stabilisieren (ich unterstelle hier einfach mal kapitalistische Herrschaft). Bei Ihren Ausführungen muss ich an Enzensbergers Bewußtseins-Industrie denken; besonders wenn jener schreibt, dass die politische Voraussetzung der BI die Proklamation (nicht die Verwirklichung) der Menschenrechte, insbesondre der Gleichheit und Freiheit sei. Der mediale Verdummungsaspekt gestaltet sich für mich persönlich in der Evozierung einer Spaltung aus: Nehmen wir an, dass sich bestimmte Zustände, bsp. demokratische Partizipation, nicht nur durch eine geschulte Reflexion bzgl. der zu debattierenden Themen verbessern ließen, sondern auch durch eine Form der Massenbildung. Wenn das bestehende System nun kein Interesse daran hat, sich mit einer Masse von Menschen auseinanderzusetzen, die im Geiste der Volksouveränität an der Herrschaft teilhaben wollen, müssen Strukturen eingerichtet werden, die die Bildung einer Masse unterbinden. Ein alter Vorbehalt gegen direktere Formen zur Mitgestaltung unseres politischen Systems ist jener, dass die Menschen zu dumm seien, um mit eintscheiden zu dürfen. Setzt man dies in Zusammenhang zur Redundanzmühle der klassischen Medien, allem voran das Fernsehen, in dessen Formaten nahezu rund um die Uhr Menschen ausgestellt werden, die mit dem Etikett dumm zu bezeichnen wären, ist hier für mich die vorangige Funktion solcher Formate eben die, Mißtrauen gegen andere zu erzeugen. Eine schlaue Funktionalisierung bedenkt man, dass die Selbsidentifikation immer über Grenzschaffung, also der Abgrenzung des Ich zu den Anderen (in ihrer Funktion als das Fremde), hergestellt wird. Welche mythologischen Strukturen halten unsere Gesellschaft (oder überhaupt die kapitalistisch westlichen Gesellschaften) zusammen? Persönlich hat mich die Lektüre von Elias Canetti weiter gebracht. Trotzdem mache ich hier ein Feld aus, was meiner Meinung nach viel zu selten beackert wird. Darum freue ich mich umso mehr über Ihren Beitrag.</p>
<p>Liebe Grüße,</p>
<p>Timo</p>
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