Archiv für Juni 2009

Jun 30 2009

GESCHICHTEN VOM HERRN REINER UND HERRN KAINER

Veröffentlicht von Georg Seeßlen unter Bayern, Gesellschaft, Krise.

Im Englischen Garten

Herr Reiner und Herr Kainer schlenderten durch den Englischen Garten, und sprachen im Schatten ihrer aufgespannten Regenschirme miteinander. Dass sie Regenschirme bei strahlendem Sonnenschein aufgespannt hatten, brachte ihnen manchen mitleidigen oder gar missbilligenden Blick ein. Weiterlesen »

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Jun 28 2009

GESCHICHTEN VOM HERRN REINER UND HERRN KAINER

Veröffentlicht von Georg Seeßlen unter Bayern, Gesellschaft, Krise.

Münchner Freiheit

Es waren eher meteorologische als ideelle Gründe, die Herrn Reiner und Herrn Kainer an diesem Tag nach dem großen Regen auf dem unförmigen Platz mit dem seltsamen Namen „Münchner Freiheit“ zusammen brachte. Seltsam ist der Name deswegen, weil kein Mensch weiss, was an einer Freiheit so spezifisch münchnerisch sein könnte, und schon gar niemand, was an München irgendeine besondere Freiheit verspräche. Weiterlesen »

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Jun 23 2009

NOTIZEN VON DER AUTOBAHN

Veröffentlicht von Georg Seeßlen unter Gesellschaft.

Wir fahr’n fahr’n fahr’n

„Der Deutsche“, sagt Kurt Tucholsky, „fährt nicht wie andere Menschen. Er fährt, um Recht zu behalten“.  Man kann also an der Art, wie Deutsche Auto fahren, ablesen, was dieses Volk gerade so mehrheitlich als „Recht“ versteht. Weiterlesen »

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Jun 02 2009

MANAGER-TROMMELN IN KRISENZEITEN

Veröffentlicht von Georg Seeßlen unter Gesellschaft, Krise.

“Vergesst nicht, was ihr alles gemeinsam schaffen könnt, wenn ihr eure Kräfte vereint!”

Wir leben (ist Ihnen das schon aufgefallen?) nicht einfach in einer „Wirtschaftskrise“ oder einer „Krise des Kapitalismus“ – von der wir schon jetzt wissen, wer davon profitiert, und wer die Zeche zahlt. Wir leben in einer Krise der großen Welterzählung. Das Märchen zerfällt vor unseren Augen. Aber ach, nicht das helle Licht von Tag und Aufklärung erwartet uns danach, wir schleppen uns vielmehr durch einen großen Scherbenhaufen zum alltäglichen Weitermachen. Nichts stimmt, nichts passt mehr zusammen, und wer es schon immer gewusst haben will, kriegt von uns auch kein Freibier.

Aber ehrlich: Watend durch den Scherbenhaufen der großen Erzählung kommt einem manches Juwel unter. Weiterlesen »

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