Archiv für Mai 2009

Mai 11 2009

ÜBER SCHÖNHEIT

Veröffentlicht von Georg Seeßlen unter Gesellschaft.

Ein Quantum Grauen

Früher einmal war die Welt überall schön. Zu glauben, die Welt sei an der Cote d’Azur oder auf der Zugspitze von Natur aus schöner als in Wanne-Eickel oder Nowosibirsk gehört zur romantischen Entfremdung. Die dramatische Landschaft ist nur deswegen schöner als die sanfte Landschaft, weil die sanfte Landschaft dem Menschen nichts entgegen zu setzen hat (höchstens Endlosigkeit und Unbewohnbarkeit). Weiterlesen »

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Mai 09 2009

VERBIETEN

Veröffentlicht von Georg Seeßlen unter Gesellschaft.

Koalition will Gotcha und Paintball verbieten

Toll, sagen unsere Medien, Gotcha und Paintball werden verboten. Jetzt werden wir wieder menschlicher. Und toll, sagen sie, wie gleich darauf der eine Boxer dem anderen in die Fresse haut. Toll, wie unsere Mädels und Jungs (meistens aus Sportabteilungen der Bundeswehr) schießen und dann davon brettern können. Wir nennen das nicht Gotcha sondern „Biathlon“. Toll, wie unser Staat sich um unsere Moral kümmert, und wenn man die bösen Spiele verbietet, dann kommen doch gleich viel weniger Amokläufe vor, gell. Weiterlesen »

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Mai 07 2009

SO BUNT WIRD DER SOMMER

Veröffentlicht von Georg Seeßlen unter Gesellschaft, Krise.

Das Volks-T-Shirt

Ganz Deutschland redet über den Pullover von Sergio Marchionne. Der muss so furchtbar bedeutsam sein, dass sich mit diesem Pullover die Zukunft der deutschen Ökonomie deuten lässt. Je nach Standpunkt muss dringend die Pulloverisierung der Chefetagen in Deutschland verhindert werden, oder aber die Pulloverisierung ist die Antwort auf die Krise des Neoliberalismus.

Viel zu wenig, wieder einmal, wird von einer ähnlichen symbolpolitischen Modeerscheinung am anderen Ende der sozialen Skala berichtet. Weiterlesen »

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Mai 06 2009

KRISE, WAS FÜR EINE KRISE?

Veröffentlicht von Georg Seeßlen unter Gesellschaft, Krise.

Aus der Chronik des kapitalen Schwachsinns

Die Verlagsbeilage der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 05.Mai 2009: „INNOVATIONSOFFENSIVE“

Was die Bilder anbelangt scheint Innovation eine Sache für sportliche junge Frauen (große Bilder) und alte Männer (kleine Bilder) zu sein. Die Frauen sind wohl eher metaphorisch, die Männer eitel. Nun kommen (ausnahmslos alle) Titel:

„SPITZENPOSITION AUSBAUEN“
(Autor: Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Berlin)
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